NAD+ Infusionstherapie

Was ist NAD+?

Nicotinamidadenindinukleotid (NAD+) ist ein wichtiges Coenzym, Elektronentransporter und Signalmolekül, das in jeder Körperzelle vorkommt. Es spielt eine entscheidende Rolle für Zellfunktionen, Lebensfähigkeit und Energiestoffwechsel. Es spielt eine Schlüsselrolle in anabolen Stoffwechselwegen wie der Cholesterin- und Nukleinsäuresynthese, der Fettsäureverlängerung und der Glutathionregeneration, einem essentiellen antioxidativen Abwehrsystem.

Der Körper synthetisiert NAD+ mithilfe der Aminosäure Tryptophan und Vitamin-B3-Vorstufen (Nikotinsäure und Nicotinamid). Es kann auch aus Zwischenprodukten wie Nicotinamidmononukleotid (NMN) und Nicotinamidribosid (NR) gewonnen werden. Innerhalb der Zellen wird NAD+ kontinuierlich über Recyclingwege recycelt. Studien deuten darauf hin, dass Säugetierzellen NAD+ extrazellulär aufnehmen können.

Der NAD+-Spiegel erreicht im Säuglingsalter seinen Höhepunkt, sinkt jedoch mit zunehmendem Alter stetig und erreicht im Alter von 50 Jahren etwa die Hälfte seines jugendlichen Wertes. Dieser Rückgang wird mit dem Alter und altersbedingten Erkrankungen wie mitochondrialer Dysfunktion, erhöhtem oxidativem Stress und DNA-Schäden in Verbindung gebracht. Während NAD+ und NADH durch Redoxreaktionen regeneriert werden, wird NAD+ durch NAD+-abhängige Enzyme verbraucht, was mit der Zeit zu einer Erschöpfung führt.

Die Forschung zeigt, dass mehrere Faktoren zum altersbedingten NAD+-Verlust beitragen. Eine erhöhte Aktivität von CD38, einer membrangebundenen NADase, baut NAD+ und dessen Vorläufer NMN ab. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigte eine höhere CD38-Expression im Fettgewebe älterer Erwachsener im Vergleich zu jüngeren Personen. Andere Studien deuten darauf hin, dass altersbedingter oxidativer Stress und Entzündungen die NAD+-Produktion zusätzlich reduzieren. Zusammen führen diese Mechanismen zum altersbedingten Rückgang des NAD+-Spiegels und unterstreichen dessen zentrale Rolle für die Zellgesundheit, die Mitochondrienfunktion und die Alterung.

In den letzten Jahren wurden niedrige NAD+-Werte mit einer Reihe von altersbedingten Erkrankungen und Leiden in Verbindung gebracht, die mit oxidativen Schäden und Schäden durch freie Radikale einhergehen. Dazu gehören Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßfunktionsstörungen, ischämische Hirnschädigungen, Alzheimer und Sehverlust.

NAD+-Therapeutika sind heute ein wichtiger Bestandteil der Wellnessbranche, da sie die zelluläre Energieproduktion, die DNA-Reparatur und ein gesundes Altern unterstützen. Als essentielles Coenzym für die mitochondriale Funktion trägt NAD+ dazu bei, oxidativen Stress zu bekämpfen, die Stoffwechseleffizienz zu steigern und die geistige Klarheit zu fördern. Seine Anwendungsgebiete reichen von der Verbesserung des Energieniveaus und der kognitiven Leistungsfähigkeit bis hin zur Förderung von Regeneration und Langlebigkeit. NAD+ wird häufig in der intravenösen Therapie eingesetzt und erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Menschen, die ihre Gesundheit optimieren, Stress bewältigen und Höchstleistungen erzielen möchten. Dies macht es zu einer wertvollen Ergänzung moderner Wellnessprogramme.

Patientenerfahrung:

Die meisten Patienten verspüren während einer NAD+-Infusion unangenehme Symptome. Diese werden in der Regel gut vertragen und können durch eine Verlangsamung der Infusionsgeschwindigkeit gelindert werden. Daher sollte gerade für den Ersttermin genug Zeit eingeplant werden (60-90 min). Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome nach Beendigung der Infusion abklingen.

Mögliche Symptome sind: Herzklopfen, Übelkeit, Atemnot, Kribbeln in den Beinen, verstopfte Nase.

Je mehr NAD+-Sitzungen ein Patient erhält, desto erträglicher empfindet er die Nebenwirkungen. Darüber hinaus stellen wir fest, dass die Infusionsgeschwindigkeit erhöht werden kann, je häufiger ein Patient Infusionen erhält.

Wann ist NAD+ nicht geeignet?

  • bei Menschen unter 18 Jahren
  • bei aktiven Krebserkrankungen
  • während der Schwangerschaft oder Stillzeit
  • bei schlechtem Venenstatus