Gesunde „Höhenluft” im Flachland?

Dünne Luft als Medizin – Ihre Berge vor der Haustür in Wien

Hat man die positiven Auswirkungen von klarer Höhenluft früher nur in den Bergen genießen können, so bietet das Medical Center HOCH-FORM im 23.Bezirk im Süden Wiens (Ketzergasse 61) die Möglichkeit Höhentraining oder Höhentherapien durchzuführen ohne verreisen zu müssen.

Höhentraining ist im Spitzensport schon seit langer Zeit ein fixer Bestandteil in der Wettkampfvorbereitung zur Leistungssteigerung. Doch nicht nur Sportler profitieren von Höhenluft – ganz im Gegenteil – Studien belegen, wirklich jeder kann durch den gezielten Einsatz von sauerstoffarmer Luft seinen Stoffwechsel in Schwung bringen. Der dosierte Einsatz von Höhenluft löst einen Sauerstoffmangel in den Zellen aus, was wiederum die körpereigenen Anpassungs- und Selbstheilungsprozesse, sowie die Fettverbrennung enorm steigert. Ein perfektes Zellkrafttraining für den Organismus.

Simulierte Höhen von 2000 bis 6400m: In speziellen Höhensimulationsräumen oder über Komfort-Atemmasken ist es im Medical Center HOCH-FORM möglich Höheluft sowohl aktiv, z.B. am Laufband oder Radergometer, aber auch passiv im Sitzen zu konsumieren (Intermittierende Hypoxietherapie, IHT©).
Sport- und Höhenmediziner Dr. Peter Schödl, Leiter des Medical Center HOCH-FORM, erklärt: “Wir betreuen u.a.

  • Sportler, die Höhentraining durchführen um einen neuen, höchsteffektiven Trainingsreiz zu setzen, sowie
  • Bergreisende (Bergsteiger und Trekker), die ihre eigene Höhentauglichkeit austesten wollen und sich für den nächsten Trekking-Urlaub z.B. in Nepal vorakklimatisieren möchten
  • Aber gerade auch im Bereich der Gewichtsreduktion setzen wir Höhenluft sehr erfolgreich ein. Beim Abnehmen ist die Wirkung sauerstoffreduzierter Luft enorm – der Ruhestoffwechsel steigt, der Kalorienverbrauch wird stark erhöht und der Appetit gezügelt.
    “Man könnte also sagen Höhenluft macht schlank und fit.”

Weiteren therapeutischen Einsatz findet Hypoxietherapie u.a.beiSchlafstörungen

  • Stress und Burn-Out
  • Zuckerkrankheit
  • Bluthochdruck
  • Atemwegserkrankungen, wie z.B. Asthma und COPD, uvm.

Die Lebensqualität steigt bei Alt und Jung.

„Auch als ergänzende Maßnahme in der Schmerztherapie, sowie in der Rehabilitation und Regeneration bringen Höhenluftanwendungen ebenfalls entscheidende Vorteile”, ergänzt Dr. Nathalie Marik, Spezialistin für Schmerztherapie und ganzheitliches Schmerzmanagement (u.a. Akupunkur, Chiropraktik, Neuraltherapie) im Medical Center HOCH-FORM.

  • Der Heilungsprozess nach Verletzungen ist beschleunigt
  • Das persönliche Fitnesslevel kann besser erhalten werden
  • Einer Gewichtszunahme in der Phase eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten wird entgegengewirkt.

Den ausgeprägten Entspannungseffekt macht sich auch die ebenfalls angebotene Höhenmassage zu Nutzen.

Einn wichtiger Teil der HOCH-FORM Hypoxiekonzepte ist vor Beginn einer Therapie oder eines Trainingsblocks immer ein ärztliches Gespräch, in dem die individuell beste Höhenluftanwendung ermittelt wird.

Training und Therapie „auf höchstem Niveau” … im wahrsten Sinnen des Wortes.

Wissenswertes zur Höhenluft

… was bewirkt Hypoxie im menschlichen Körper

Höhenanwendungen – ob Höhentraining oder Therapie, viel zu oft noch immer “unbekannte Wesen”

Seit Jahrzehnten werden die positiven Effekte des Höhentrainings im Spitzensport erfolgreich ausgeschöpft. Leistungssportler trainieren nach diesem Prinzip, um sowohl bei Wettkämpfen in höheren Regionen wie auch auf Meeresniveau erfolgreich zu sein. Trotzdem ist das Wissen über Höhentraining oft noch sehr begrenzt, wenngleich die äußerst positiven Auswirkungen für jeden – gerade auch für Nicht-Sportler, Freizeitaktive, Gesundheitsbewusste und Patienten – nicht von der Hand zu weisen sind.

Komplexe Anpassung des Organismus an Hypoxie

Es geht nicht ausschließlich – wie zumeist angenommen – um eine Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen, sondern um eine komplexe Anpassung des gesamten Systems. Sauerstoffmangel stellt für den Organismus schlicht und ergreifend eine “lebensbedrohliche Situation” dar. Auf diesen Reiz muss das menschliche System daher umgehend und umfassend reagieren. Diese Reaktion und in weiterer Folge die daraus resultierende Anpassung führen bei jedem, der sich sauerstoffärmeren Bedingungen aussetzt, zu einer Verbesserung seines körperlichen Zustandes (ausgenommen sind ganz wenige, klar definierte Krankheitsbilder)- egal, ob es um ein besseres Wohlbefinden für Patienten, eine bessere Fitness  für Hobbysportler oder um die angestrebte Leistungssteigerung für Spitzensportler geht.

Während der Athlet in der Vergangenheit zum Höhentraining in die Berge mußte, was vor allem mit viel Zeit, finanziellem Aufwand und methodischen Unplanbarkeiten (richtige Höhe, Wetter, geeignete Trainingsmöglichkeiten) verbunden war, kann er heutzutage sein Höhentraining bei uns – mitten in Wien – durchführen.
Keine Reisekosten, individuelle Zeitplanung, optimierte Trainigsbedingungen unter methodischer Überwachung – ein Höhentraingslager für jedermann.

Immer mehr ambitionierte Freizeit- und Leistungssportler erkennen im Höhentraining eine Methode entscheidende Leistungsreserven zu mobilisieren.

Die Vorteile von Hypoxietraining im Überblick

Die Vorteile von Höhentraining –  egal, ob für gesundheitsbewußte Menschen, ambitionierte Freizeit- oder Leistungssportler – im Überblick allgemein zusammengefaßt:

  • Verbesserte Ausdauer und verbesserter Stoffwechsel durch ökonomischere Leistung des Herz- Kreislaufsystems
  • Verbesserte Stressbewältigung
  • Gesteigerte Konzentrationsfähigkeit – auch unter körperlicher Belastung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Burn out-Prävention
  • Beschleunigte Gewichtsreduzierung – durch die gesteigerte Stoffwechselaktivität wird der Fettstoffwechsel angekurbelt
  • Schonung des Bewegungsapparates da bereits bei niedrigen Intensitäten eine hohe Trainingswirksamkeit vorliegt
  • Geringerer Zeitaufwand für ein gleiches Trainingsergebnis oder besseres Trainingsergebnis in kürzerer Zeit
  • Rechtzeitige/frühzeitige Akklimatisation vor Höhenaufenthalten für Bergsportler

Wie aber funktioniert Höhentraining grundsätzlich?

Unter Höhentraining wird das körperliche Training in sauerstoffreduzierter (hypoxischer) Luft verstanden. In der Natur finden wir diese Bedingungen nur im (Hoch-)Gebirge vor, dann aber unter verminderten Luftdruckverhältnissen (hypobar).

Obwohl der Sauerstoffanteil in der Luft auf allen Höhen konstant bei ca. 21% liegt, steht uns in der Höhe durch den nierigeren Luftdruck absolut weniger Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung.
In der Höhe kommt es deshalb durch unseren vom Gehirn gesteuerten Atemantrieb zur verstärkten Atemtätigkeit (= Hyperventilation, setzt sofort ein, Anpassung nach 2-5 Tagen) und am Ende einer langen ineinandergreifenden Kette biochemischer Vorgänge auch zur Produktion von mehr roten Blutkörperchen (= Erythrozyten) – allerdings nicht isoliert. Unter “normobarer Hypoxie” (Sauerstoffmangel bei  “normalen” Luftdruckverhältnissen) stellt die Erhöhung des vor allem unter Ausdauersportlern “berühmt-berüchtigten” Hämatokritwerts nur eine untergeordnete Rolle dar. Die Effizienz des Gesamtsystems wird gesteigert:
Es kommt zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme über die Lungen und zu einem verbesserten Sauerstofftransport über die Blutbahn ins Gewebe. Bereits nach wenigen Minuten (!) verbessert sich der Zustand der feinsten Blutgefäße, der Kapillaren, und es werden darüber hinaus neue gebildet (!). Schlussendlich gelangt mehr Sauerstoff zum Endorgan – im “sportlichen Fall” in die Muskulatur. Die Sauerstoffverwertbarkeit verbessert sich.
Durch die Anregung der Stoffwechseltätigkeit werden signifikant mehr Energiereserven mobilisiert – nach ca. 15 – 20 Minuten in der Höhenbedingungen wird bereits in Ruhe um bis zu 70% mehr Energie verbraucht (!).

Regenerationsabläufe werden ebenso beschleunigt – dies macht auch die Sinnhaftigkeit regenerativer Trainingsbelastung unter Höhenbedingungen klar.
Gegenüber einem Training in “normaler” Luft kann daher in “Hypoxie” unter kontrolliert-fachkundiger Anleitung trotz reduzierter Trainingszeit der gleiche Trainingseffekt oder bei gleicher Trainingszeit ein besserer Trainingseffekt erzielt werden.

Regenerative Effekte unter hypoxische Bedingungen

Ein nicht zu verachtender Effekt in unseren Höhenkammern betrifft die regenerative, rehabilitative Arbeit in den Bereichen Massage, Physiotherapie und Osteopathie. Die signifikante Verbesserung der Behandlungseffekte und die deutlich tiefere Entspannung erklären sich aus den biochemischen und physiologischen Abläufen, die sich bereits nach kurzer Zeit unter sauerstoffreduzierten (hypoxischen) Bedingungen einstellen.

Intermittierendes Hypoxietraining und Therapie (IHT©)

MÖGLICHKEITEN UND PERSPEKTIVEN

Univ.-Prof. DDr. Mag. Martin Burtscher vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Innsbruck fasst in einem sehr interessanten Artikel Informationen zum intermittierenden Hypoxietraining zusammen:

Unter intermittierender Hypoxie werden wiederholte Sauerstoffmangelexpositonen mit normoxischen Intervallen verstanden. Dieser Sauerstoffmangel kann durch Aufenthalt in natürlicher Höhenlage, in Hypoxiekammern unter normobaren oder hypobaren Bedingungen oder durch Sauerstoffmangelatmung über eine Maske appliziert werden.
Die Begründung des klinischen Einsatzes intermittierender Hypoxie wird im kreuzprotektiven Wert der Adaptation an eine Stressform (Hypoxie) gesehen, die im Folgenden auch Widerstandskraft in anderen Stresssituationen (z.B. Krankheit) bietet.
Andererseits führt intermittierende Hypoxie, ähnlich wie kontinuierliche, zu hämatologischen und kardiorespiratorischen Anpassungen mit verbesserter Sauerstoffversorgung des Gewebes aber auch zu Veränderungen auf Gewebeniveau mit dem Effekt einer optimierten Sauerstoffausnützung.

Unterschiedliche experimentelle Protokolle beabsichtigen die Provokation von günstigen Effekten und die Vermeidung schädlicher Auswirkungen von Langzeitexpositionen. Während günstige Anpassungen Schutzwirkung gegenüber verschiedenen Erkrankungen hervorrufen sowie zur Steigerung von Belastungstoleranz und sportlicher Leistungsfähigkeit führen können, umfassen mögliche negative Effekte Bluthochdruckentwicklung, Gefäßprobleme, neurokognitive und Entwicklungsdefizite. Die Auswirkungen intermittierender Hypoxie variieren beträchtlich in Abhängigkeit deren zyklischen Gestaltung, der Expositionsdauer, des Hypoxiegrades und begleitender Co-Stimuli wie Hypo- oder Hyperkapnie, Alkalose oder Azidose.

Zu den derzeitigen, erprobten Einsatzbereichen intermittierender Hypoxie zählen u.a. Vorbereitung für Höhenaufenthalte, Leistungssteigerung im Breiten- und Spitzensport, Verbesserung der Belastungstoleranz von KHK- und COPD- Patienten. Die Verfügbarkeit intermittierender Hypoxieapplikation sowie das praktische und klinische Interesse an den Effekten haben in den letzten Jahren stark zugenommen.

Aktuelle Forschungsergebnisse vergrößern kontinuierlich die Palette der Einsatzmöglichkeiten und eröffnen interessante Perspektiven.

Kontakt & Anfahrt

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Dr. Peter Schödl – Medical Center HOCH-FORM
Tel.:  +43 699 10960194
E-Mail: office@hoch-form.at

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